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Editors Volume 2017 No I  -  Published and Sponsored by Corporate Social Responsibility - The Society of Art and Interculture Communications, Co.Ltd. UK - Großbritannien, Irland. Erste deutschsprachige Best Ager Wb-Journal, llustrierte für anspruchsvolle Lebensart und Touristik.
The One&Only First Time Well of Elderlys, Best Ager SilverAge Illustrated Lifestyle Web-Journal

German Edition II. 2017

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Stufen.

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde!

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Hermann Hesse Schriftsteller Geboren am 2. Juli 1877 in Calw (Württemberg) Gestorben am 9. August 1962 in Montagnola (Kanton Tessin), Schweiz
Sein Lebensweg begann unter Schwierigkeiten: die Schule, in die seine streng evangelischen Eltern ihn schickten, war dem Jungen unerträglich. Er entfloh, wurde wieder zurückgeholt und zuletzt in eine anders gebundene Freiheit gezwungen: Glockengießerei, danach Buchhandlungen. Seit 1904 freier Schriftsteller, machte er 1911 eine Reise nach Indien und wurde 1923 Schweizer Bürger.
Seine frühen und harten Jugenderfahrungen mit dem Zwiespalt zwischen Geist und Sinnlichkeit, Verstand und Gefühl, Freiheit und Bindung spielen eine Rolle in so manchem seiner Romane, wie z.B. "Narziß und Goldmund". Ungeheuer war die Wirkung seines ersten großen, 1904 erschienenen Prosawerks "Peter Camenzind" auf die damalige Jugend. Vergleichbar ist die Wirkung des Romans "Steppenwolf", obgleich dieser, erschienen 1927, seinen Triumphzug von Berkeley über New York, Paris und Berlin bis in die Hochschulen von Tokio erst in den späten sechziger Jahren.

Stufen ist der Titel eines der bekanntesten philosophischen Gedichte von Hermann Hesse. Er schrieb das Gedicht nach langer Krankheit am 4. Mai 1941; es trug ursprünglich den Titel „Transzendieren!“. In „Stufen“ beschreibt Hesse das Leben als fortwährenden Prozess, bei dem auf jeden „durchschrittenen“ Lebensabschnitt (Raum gleich Stufe) ein neuer Lebensabschnitt folgt.                                                   
-Quellen DER ORDEN POUR LE MÉRITE, Wikipedia, privat

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Emil Nolde - Der Tanz ums goldene Kalb (1910)

Der berühmte deutsch-dänische Künstler Emil Nolde ist sicher alles andere als ein Historienmaler.
Er beschäftigte sich hauptsächlich mit Landschaften und religiösen Themen. Auch bei dem Bild "Der Tanz ums goldene Kalb" geht es allein um die gesellschaftlichen Zustände der Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg
Dennoch ist der Bezug zu Poussins Gemälde nicht zu übersehen. Dazu erscheint es gegenwärtig in unserer Zeit ebenso symbolischen Ausdruck zu geben.

Nolde bearbeitet hier nicht die Geschichte des Alten Testaments, sondern er benutzt das von der Kunst längst bearbeiteten Thema als Zitat um sein aktuelles Anliegen zu illustrieren. Es ist also weniger die Geschichte selbst die hier die Argumente liefern soll, sondern das, was die Kunst aus ihr gemacht hat.

"Der Tanz ums goldene Kalb" ist eine Metapher und drückt die Verehrung von Reichtum und hemmungsloses Streben danach aus. Zurück geht diese Redewendung auf das 2. Buch Moses 32, wo die Israeliten ein aus Gold gegossenes Kalb verehren. Alles, was der Mensch um des Reichtums willen tut, könnte man als den "Tanz ums goldene Kalb" bezeichnen. Ebenfalls biblisch ist die Redewendung "Das goldene Kalb anbeten", was aussagt "nur auf Reichtum aus sein" bzw. "geldgierig sein".

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Der Tanz ums goldene Kalb (1910)

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